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15. Dezember 2017

Mit Volldampf ins Web 4.0

Webbasierte Anwendungen müssen nicht lokal auf dem PC, Mac oder Tablet installiert werden, erfordern also auch kein spezielles Betriebssystem. Einzige Voraussetzung für die Nutzung: Das Endgerät muss internetfähig und mit einem Webbrowser ausgestattet sein. Das trifft heutzutage auf die allermeisten Endgeräte im Unternehmen zu. Weitere Vorteile der Webtechnologie sind die enorme Flexibilität, Geschwindigkeit und Integrationsfähigkeit entsprechender Anwendungen.

Die SMART-Vision: Eine Weboberfläche für Alles

Übertragen auf die Welt der Testsysteme und Prüfstände könnte mit Hilfe einer webbasierten Anwendung beispielsweise ein einzelner Test oder auch ein kompletter, aus mehreren Tests bestehender Prüfprozess vom Tablet-Computer eines verantwortlichen Testingenieurs aus gesteuert, kontrolliert und jederzeit optimiert werden. Das ist die SMART-Vision: sämtliche Geräte und Systeme mit einer einheitlichen webbasierten Bedienoberfläche auszustatten, so dass – je nach den Bedürfnissen des Kunden – im Webbrowser verschiedene Anwendungen zu einer einzigen mit einheitlichem Look and Feel verschmelzen. Die kann dann sowohl vom PC mit Tastatur auch vom Tablet oder sogar vom Smartphone aus via Touchscreen bedient werden.

Mit der webbasierten Bedienoberfläche unseres Geräts zur Drehzahlsimulation und Erzeugung von winkelbasierten Triggersignalen ISIM-G2 haben wir jetzt den ersten Schritt zur Verwirklichung dieser Vision getan. Ruft der Anwender die in seinem Browser die Adresse des Webservers aufruft, der im Gerät integriert ist, wird eine in HTML 5.0 und Javascript programmierte Anwendung in den Browser geladen, in Fachkreisen Single-Page-App genannt. Diese enthält zum einen die Bedienoberfläche, zum anderen sorgt sie für den Datenaustausch mit dem Gerät indem ein dauerhafter Tunnel zum Webserver aufgebaut wird, eine sogenannte WebSocket-Verbindung.

Webbasierte Bedienoberfläche des ISIM G2
Die webbasierte Bedienoberfläche ist übersichtlich und intuitiv bedienbar. Eingaben erscheinen sofort, ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

WebSocket macht Weboberflächen bidirektional, interaktiv und extrem schnell

Das Paradigma der Trennung von Darstellung und Inhalten macht die Bedienung via Browser enorm schnell. Eine normale Webseite stellt bei jeder neuen Eingabe eine Verbindung zum Webserver her und lädt große Teile der Elemente auf der Seite neu. Das dauert. Die WebSocket-Verbindung dagegen sorgt dafür, dass nur die Nutzdaten ausgetauscht werden. Gibt der Nutzer beispielsweise in der Gerätekonfiguration an einer Stelle einen neuen Wert ein, wird nur dieser Wert an das ISIM G2 weitergeleitet und erscheint sofort an der entsprechenden Stelle im Browser ohne dass die komplette Seite neu geladen werden muss. Anders herum erscheinen auch Werte, die vom Testgerät an den Browser übermittelt werden dort unmittelbar. Das macht auch die Darstellung von Messkurven in Echtzeit möglich. Die Kommunikation über das WebSocket ist bidirektional und event-getrieben

Für Prüfstandsbauer hat diese Technologie den unschätzbaren Vorteil, dass sie ohne großen Aufwand die von SMART erstellten Visualisierungen und Konfigurationsmenues in ihre eigenen Prüfstandsanwendungen integrieren können. Sie müssen dazu nur in einen Teil ihrer Bedienoberfläche eine Webbrowser-Engine einbinden, in die dann die jeweilige Visualisierung eingespielt wird. Das bedeutet eine enorme Arbeitsersparnis.

Die webbasierte Bedienoberfläche des ISIM G2 ist der erste Schritt auf dem Web zur Verwirklichung unserer Vision. Weitere werden schon in Kürze folgen. Wenn Sie mehr über die Vorteile und Möglichkeiten der Technologie wissen wollen, zögern Sie nicht, mich direkt anzusprechen. Sie erreichen mich unter der Email-Adresse wolfgang.bloem@smart-ts.de.

Konfigurationsmenue
Dank responsive Design passt sich die Bedienoberfläche automatisch der jeweiligen Bildschirmgröße an. Die einzelnen Elemente werden dann verschoben oder als Tab dargestellt.
von Wolfgang Bloem | sprechblase keine Kommentare

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